Bahnhofsareal Krems
Quartiersentwicklung, 2026









Geformt durch die angrenzenden Infrastrukturen ist das Bahnhofsareal Krems ein Archipel inmitten unterschiedlicher Bebauungstypen, Nutzungen und Maßstäbe. Die unmittelbare Nähe zur Kremser Altstadt – Teil des UNESCO Weltkulturerbes Wachau – stellt ein wesentliches Potenzial dar, das durch die trennende Wirkung der Bahntrasse bislang nur unzureichend genutzt werden kann. Mit der geplanten Fußgängerunterführung unter den Gleisen erhält das Areal jedoch eine neue räumliche und funktionale Verknüpfung mit der Altstadt sowie den süd-östlich angrenzenden Quartieren. Daraus entwickelt sich ein neues Selbstverständnis als eigenständiger, integrativer Stadtbaustein – als „Tor zur Donau“.
Das Konzept sieht die Ausbildung eines graduellen Stadtraums zwischen einer urbanen Achse, dem Boulevard, und einem mäandernden, landschaftlich geprägten „Slow-Motion-Weg“ vor. Der zentrale Quartiersplatz bildet dabei das räumliche und soziale Herz, an dem beide Achsen aufeinandertreffen und sich überlagern. Von hier spannt sich der Boulevard als adressbildende, öffentliche Verbindung durch das Areal. Als ruhiger Gegenpol durchzieht der grüne „Slow-Motion-Weg“ das Quartier und verknüpft eine Abfolge unterschiedlich geprägter Höfe mit jeweils eigenem Charakter. Zwischen diesen beiden Polen entsteht ein fein abgestufter Stadtraum, in dem sich die Öffentlichkeit der urbanen Achse schrittweise in ruhigere Hofstrukturen transformiert.
Ort: Krems, Österreich
Typ: Wettbewerb
Bauherr: ÖBB Infastruktur AG
Jahr: 2026
Programm: Quartiersentwicklung
PROJEKT
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