Domplatz Innsbruck
Platzgestaltung, 2023








Der Dombau zu St.Jakob, gerahmt vom mittelalterlichen Ensemble der Innsbrucker Altstadt, definiert in seiner barocken Erhabenheit den Domplatz. Zur Verhandlung zwischen dem Dom und seiner Umgebung, wird das Parterre, Grundelement barocker Gartengestaltung, in zeitgemäßer Adaption interpretiert und zur Schaffung ökologischer, sozialer, wie auch kultureller Qualitäten angewandt.
In der Platzgestaltung werden bewusst formelle, wie informelle Bezüge zum Dom erarbeitet und im Spannungsfeld seines Kontextes collagiert. Als Anlehnung an die klassische Ordnung barocker Freiräume, wird der Platz an der zentralen Achse des Doms orientiert und schafft entlang dieser eine räumliche Sequenz zwischen Innen und Außen. Dem Domeingang wird ein freigespielter Bereich vorgelagert, diese bewusst gesetzte Leere gibt dem Dom Raum für sich zu stehen und die Flexibilität auf unterschiedliche Szenarien zu reagieren. Im Zentrum des Platzes gibt das Parterre, angelehnt an die stilistischen Elemente barocker Grünräume, dem Platz eine ordnende Struktur und dient der Ausdifferenzierung des gerahmten Freiraums. Aus dem Spiel zwischen der Axialität des Doms und der ungerichteten Ordnungslogik des Parterres entstehen verschiedene Raumgefüge, deren Aufenthaltsqualitäten durch präzise platzierte Objekte aktiviert werden. So werden die Parterres sowohl als ökologische Grünräume, als auch als Räume sozialer Aktivität bespielt. Der Vereinigungsbrunnen wird in seiner Position an die Achse des Doms ausgerichtet und neu positioniert. Aus Stein behauene Objekte – Sitzmöglichkeiten, Plattformen und ein Trinkbrunnen – ergänzen den Vereinigungsbrunnen in der Bespielung der Parterre-Flächen und führen das Spiel aus Axialität und deren Auflösung weiter.
Ort: Innsbruck, Österreich
Typ: Wettbewerb, 3.Platz
Bauherr: Stadt Innsbruck,
röm.-kath. Pfarrkirche Innsbruck-St. Jakob
Jahr: 2023
Programm: Platzgestaltung
PROJEKT
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